Programm 2026

16:00 – 19:00 Uhr: Graffiti Workshop Freie Flächen e.V.

Freie Flächen Bremen e.V.

Ort: Altes Sportamt (Auf dem Peterswerder 44)

Der Workshop soll einen Raum für künstlerischen Austausch schaffen und euch die Kunst des Graffiti näher bringen. Egal, ob ihr zum ersten Mal sprayen wollt oder schon Erfahrung habt – Hier könnt ihr euch zusammen an der Wand ausprobieren!
Mitbringen müsst ihr dafür nichts. Freie Flächen e.V. stellt alle notwendigen Materialien und steht euch vor Ort mit Tipps und Unterstützung zur Seite.

17:00 – 21:00 Uhr: Aktionstraining

Ende Gelände

Ort: Klimawerkstadt (Westerstraße 58)

Aktionstrainings sind den meisten Menschen bestimmt bekannt als wichtiger Termin vor der nächsten Massenaktion – sei es Ende Gelände oder Widersetzen. Was einen dann erwartet sind meistens völlig vollgepackte 5 Stunden mit Infos, Techniken und Packliste. Was eigentlich immer fehlt? Zeit. Daher wollen wir in diesem Aktionstraing auf Themen eingehen, die sonst nicht genug Raum bekommen, wie Fragen zur ID-Verweigerung oder Techniken zum Augenausspülen einfach mal ganz praktisch zu üben.
Egal ob ihr schon Erfahrung habt oder das euer erstes Aktionstraining ist, kommt gerne vorbei 🙂

18:00 – 20:00 Uhr: Filmvorstellung: FARAH von Yalda Afsah & Ginan Seidl

Rolling Safe Space (ROSA) e.V.

Ort: Noon (Goetheplatz 1-3)

Dauer: 2 Std, Einlass 17:45, Beginn 18:00

Die Lokalgruppe Bremen von ROSA e.V. zeigt den Film FARAH: FARAH begleitet eine afghanische Teenagerin, die gemäß der Tradition des „Bacha Posh“ als Junge erzogen wurde, auf der Suche nach ihrer Identität in Deutschland.

13:00 – 16:00 Uhr: Spuren des Kolonialismus – Stadtrundgang

mit Appolinaire Apetor-Koffi

Ort: Nelson Mandela Park, hinter dem HBF

Beim Laufen durch die Stadt begegnen wir täglich Spuren des Kolonialismus, ohne diese bewusst wahrzunehmen. In dieser Führung durch die Bremer Stadt lernen wir die Orte kennen an denen sich die Bremer Kolonialgeschichte erkennen lässt, dabei liegt diese Geschichte nicht nur in der Vergangenheit. Gemeinsam sprechen wir auch über die Fortsetzungen Kolonialer Ausbeutung, Verbrechen und Denkweisen, aber auch über Menschen, Initiativen und Orte, die sich dem entgegenstellen.

17:30 – 19:00 Uhr: „Die Rolle der israelischen Wissenschaft
und die Komplizenschaft der Uni Bremen“

Uni4Pali

Ort: wird noch bekannt gegeben

Universitäten sind politische Machtzentren mit zentraler ökonomischer Bedeutung: ihre Handlungen haben materielle Folgen. Der Genozid in Gaza wäre ohne den High-Tech Sektor der israelischen Wissenschaft nicht durchführbar gewesen, genauso wenig der völkerrechtswidrige Angriff auf den Iran oder die Invasion des Libanons. Kooperationen mit europäischen Universitäten sind für Israels Militärindustrie elementar. Genauso sind auch Universitäten in Deutschland keine apolitischen Orte: Kooperationen mit israelischen akademischen Institutionen, die sich mitschuldig an Genozid, Besatzung und Apartheid machen, schaffen die Infrastruktur von Israels Verbrechen. Wir klären auf: Wie genau sind israelische Universitäten in den israelischen Industrial-Military Complex eingebunden? Warum ist akademischer Boykott nicht nur legitim sondern notwendig? Und welche Verbindungen hat die Uni Bremen zu Israels Verbrechen?

18:00 – 20: 00 Uhr: Nazis und Vermieter raus?
Warum DU dich in Zeiten des Rechtsrucks mit deinen Nachbar:innen zusammen schließen solltest

Bündnis Zwangsräumungen verhindern

Ort: Horner Eck (Friesenstraße 95)

Wir wollen euch unsere Arbeit als MietS (Mieter:innen-Solidarität) vorstellen, vor allem aber in’s Gespräch kommen. Wie wohnt ihr so? Und warum können Gespräche an der Haustür, Teetrinken mit den Nachbar:innen und eine Kundgebung gegen euren Vermieter auch etwas gegen den Rechtsruck ausrichten? Antifa heißt Mieter:innen-Solidarität! Kommt vorbei und diskutiert mit.

18:45 -21:00: FLINTA* Kampfsport (Boxen & Muay Thai)

Flinta* Box-Ecke

Ort: Bremer Box Ecke (Kap-Horn-Str 7-9)

Hast du Lust auf Trainieren im geschützteren Rahmen – ohne Macker, Cops und Nazis? Auf Konsens im Kampfsport? Auf sich gegenseitig stärken, ermutigen und zusammen auspowern und schwitzen? Auf antipatriarchale Praxis? Dann komm zu unserem Training!
Wir öffnen zu den Antifaschistischen Aktionstagen unser Boxtraing für alle Flinta* (Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen). Du benötigst keine Vorkenntnisse. Das Training wird von einer Gruppe FLINTA* Personen organisiert und angeleitet. Bring bitte Sportschuhe und Sportkleidung (Bandagen und wenn du hast auch Boxhandschuhe und Mundschutz) mit. Handschuhe können in begrenzter Anzahl, auch von uns geliehen werden.
Alle Erfahreungslevel sind willkommen!

19:00 -21:00 Uhr: Transformative Justice im Großen und
Kleinen

Arbeitskreis Kritischer Jurist*innen

Ort: Klimawerkstadt (Westerstraße 58 )

Transformative Justice im Großen und Kleinen.
Wir möchten gemeinsam den Film „Beyond Punishment“ schauen. Die Protagonist*innen der Doku haben bisher keinen Frieden gefunden, da ihnen nahestehende Personen Opfer einer Gewalttat geworden sind. Kann nun ein Austausch mit den Tätern Ruhe bringen?
Im anschließenden Gespräch tauschen wir uns zum Konzept Transformative Justice aus: Was können wir aus dem Film mitnehmen und wie funktionieren bereits Konzepte des Austauschs auf einer kleineren Ebene? Wie gefallen uns diese Ansätze und wann finden wir sie sinnvoll?

10:00 – 14:00 Uhr: Ökologie von rechts? Love nature – hate
facism

FARN

Ort: Buchte(Buchtstraße 14/15)??, Dauer: 4 Std

Plätze: 25, Anmeldung: antifa-aktionstage@systemli.org

In diesem interaktiven Workshop schauen wir uns gemeinsam an, wie Naturthemen missbraucht werden um menschenfeindliche Ideologien zu transportieren. Welche Beweggründe haben extrem rechte Akteur:innen sich in diesen Themenfeldern zu engagieren, welche Ziele verfolgen sie und was können wir dagegen tun? Wir erarbeiten uns grundlegendes Wissen zum Thema, schauen uns Akteur*innen der jeweiligen Strömungen an und überlegen gemeinsam Gegenstrategien.

15:00 – 17:00 Uhr: Bremer Wohnungskämpfe in der Vergangenheit und Gegenwart – Stadtrundgang

Bündnis gegen Zwangsräumungen

Ort: Präsident-Kennedy-Platz

Wir schauen uns vergangene und aktuelle Kämpfe um Stadtentwicklung, Verdrängung und bezahlbaren Wohnraum an. Wie entstand die Gewoba, wie wurde das Viertel zu dem was es heute ist und worum drehen sich die aktuellen Wohnungskämpfe – dies sind einige der Fragen, die wir beleuchten werden.

16:00 -17:30 Uhr: Vortrag und Fragerunde zur
antifaschistischen Begegnungsstätte Heideruh

Heideruh e.v.

Ort: Buchte (Buchtstraße 14/15)

Nur knapp zwei Stunden von Bremen entfernt, liegt die antifaschistische Begegnungsstätte Heideruh am Rande des Waldes. In diesem Vortrag schauen wir uns ganz konkret ein Stück antifaschistische Geschichte an: wie ist es entstanden, was hat der Ort durchlebt und was macht diesen lebendigen Erinnerungsort heute aus? Anlässlich des 100jährigen Jubiläums gestalten wir einen Vortrag der euch den Ort näher bringt und einlädt vorbeizukommen.

18:00 – 20:00 Uhr: Prosfygika – Berichte aus der Besetzung
in Athen

Ort: G18 (Grünenstraße 18)

Wir wollen uns die Besetzung der 8 Häuserblöcke Prosfygika in Athen anschauen, in der rund 400 Menschen leben und gerade akut von einer Räumung bedroht sind. In einem Gespräch mit Aktivist*innen werden wir Einblicke in das Leben und den Alltag in der Selbstverwaltung bekommen und mehr über die aktuelle Lage erfahren. Dazu wird es noch einen Call geben mit Aktiven vor Ort in Prosfygika.
Es wird eine Küfa geben.

19:00 Uhr: Offenes Antifa Treffen Bremen (EXTERN)

Offenes Antifaschistisches Treffen (OAT)

Ort: BDP-Haus (Am Hulsberg 136)

Eine Genossin der Roten Hilfe gibt Tipps und Tricks im Umgang mit Repressionen. Sei es in den eigenen vier Wänden oder auf Demonstrationen.

19:00 – 21:00 Uhr: Erinnern heißt kämpfen –
Podiumsdiskussion

Soli-Kreis Justice4Mouhamed und der Initiative in Gedenken an Laye Condé

Ort: Spedition (Beim Handelsmuseum 9), Dauer: 2 Std

Der Solikreis Justice4Mouhamed aus Dortmund kämpft seit 4 Jahren um Gerechtigkeit für den durch die Polizei ermordeten 16-jährigen Mouhamed Lamine Dramé.
Die Initiative in Gedenken an Laye Condé setzt sich für das Gedenken an Layé Condé, der durch die Brechmittelfolter in Bremen ermordet wurde, ein. Im Herbst 2026 soll ein offizieller Gedenkort eröffnet werden.
Warum ist es wichtig zu erinnen, wie erhalten wir Erinnerung und was wird Erinnern in Zukunft brauchen? Ein gemeinsames Gespräch zu vergangenen, aktuellen und noch kommenden Kämpfen.
In Kooperation mit der Spedition.

9:00-11:00 Uhr: Einblick ins Archiv der sozialen Bewegungen

Archiv der sozialen Bewegungen

Ort: Infoladen (Sankt-Pauli-Straße 10-12)

Nazi-Demos, Gegenproteste, offene Antifa-Cafés, Recherchen, Outings, Aktionen… Was haben Nazis eigentlich früher gemacht? Und was die Antifa? In Bremen, in Verden oder überhaupt? Mit unserer Hilfe könnt ihr Euch heute durch den Materialbestand zu antifaschistischen Kämpfen im Bremer Bewegungsarchiv wühlen. Was daraus entsteht, ist Euch überlassen. Bringt Eure Fragen und Ideen mit.

13:00 – 17:00 Uhr: DER ZWEITE ANSCHLAG – Film und
Workshop mit Ibrahim Arslan

Ibrahim Arslan

Ort: Belle Etage, Spedition

Eintritt gegen Spende

DER ZWEITE ANSCHLAG führt die Geschichten und teils traumatischen Erlebnisse der Protagonist*innen Osman Taşköprü, Mai Phương Kollath und Ibrahim Arslan in einer vielschichtigen Erzählweise zusammen und eröffnet einen detaillierten Einblick in den Kampf migrantischer Communities gegen Rassismus in Deutschland.

Dokumentarfilm von Mala Reinhardt | 2018

Ibrahim Arslan überlebte als Siebenjähriger 1992 den rassistischen Brandanschlag in Mölln. Heute tritt Ibrahim lautstark an die Öffentlichkeit. Seit vielen Jahren engagiert er sich in der antirassistischen Erinnerungskultur. Auf Konferenzen oder in Schulen berichtet er als Politischer Bildungsreferent aus der Perspektive der Betroffenen. Mit seiner Arbeit etabliert er eine neue Kultur des Gedenkens in Deutschland, die die Angehörigen rassistischer Morde und Anschläge aktiv miteinbezieht und gegen das Vergessen kämpft.

In Kooperation mit der Spedition.

19:00 – 21:00 Uhr: „Alles auf Anfang- Auf der Suche nach
einer neuen Erinnerungskultur“ – Lesung mit Max Czollek

Max Czollek

Ort: Belle Etage, Spedition

Eintritt gegen Spende

In ihrem Buch „Alles auf Anfang“ konfrontieren Max Czollek und Hadija Haruna-Oelker die deutschen Erinnerungskultur mit ihrem Scheitern und eröffnen Wege für eine neue Erinnerungspraxis. Erinnerung muss dabei in der Gegenwart sattfinden, verbinden und widerständig sein. Wichtig dafür bleibt: „Allein sind wir erledigt, zusammen erledigen wir das. Gerade jetzt.“
Gemeinsam sprechen wir über die Gestaltung antifaschistischer Erinnerungskultur in der radikal vielfältigen Zivilgesellschaft – und durch die vielen Menschen und Gruppen, die Teil von ihr sind.

In Kooperation mit der Spedition.

Einlass 19 Uhr

14:00 – 19:00 Uhr: Freier Graffiti Jam

Freie Flächen e.V.

Ort: Altes Sportamt (Auf dem Peterswerder 44)

Beim freien Graffiti-Jam können alle ihre Dosen selber mitbringen und die Wand zusammen gestalten- sodass das Sportamt gut für die anschließende Party geschmückt ist!

19:30 Uhr: Theaterstück „They thought they were free“
(EXTERN)

Theater Kollektiv Fanal

Ort: Schnürschuh Theater (Buntentorsteinweg 145)

Eintritt auf solibasis: Empfehlung 20€

Wie können normale, kleine Leute den Faschismus ermöglichen?
Dazu interviewt Milton Mayer Ex-NSDAP-Mitglieder in den 1950ern- über ihren Parteibeitritt, die jüdischen Mitgliedern ihrer Gemeinde und den fehlenden Widerstand. Die Antworten sind erschütternd banal und unangenehmen aktuell.
Die Veranstaltung besteht aus einer Theatervorstellung und anschliessendem Dialog über Solidarität und antifaschistische Arbeit.

21:00 Uhr: Soliparty Antifaschistische Aktionstage

Orga-Gruppe Antifaschistische Aktionstage

Ort: Altes Sportamt (Auf dem Peterswerder 44)

Fulltime for Fun!
Nach einer Woche voller Workshops, Vorträgen, Aktionen, Diskussionen und Input wollen wir mit euch ein bisschen runterkommen, feiern und Kraft (und Geld) für die nächsten Aktionen sammeln. Es gibt leckere Getränke und vor allem sehr gute Musik! Wir freuen uns auf euch!

14:00 Uhr: Sea Eye und Seawatch (EXTERN)

Sea Eye und Seawatch

Ort: Spedition

Perspektiven nach 11 Jahren Seenotrettung: Erlebt einen Tag voller Begegnungen, Perspektiven und Eindrücke: Euch erwartet ein vielfältiges Programm mit Workshops, Vorträgen, Lesungen, Kurzfilmen, Ausstellungen, Diskussionen und einer abschließenden Soliparty. Gemeinsam wollen wir verstehen, einordnen und sichtbar machen, warum zivile Seenotrettung lebenswichtig ist.
Auf dem Gelände der Spedition Bremen schaffen wir einen Raum für Austausch, Lernen und Solidarität und setzen gemeinsam ein Zeichen gegen das Sterben an Europas Grenzen.
Kommt vorbei, bringt Freund*innen mit und zeigt Haltung.

16:00 – 17:30 Uhr: Abortion-Buddys – solidarische
Begleitung bei Schwangerschaftsabbrüchen

Abortion Buddys Bremen

Ort: Infoladen (Sankt-Pauli-Straße 10)

Wir sind ein feministisches Netzwerk, das sich praktisch gegen die Stigmatisierung von Schwangerschaftsabbrüchen einsetzt. In unserem Workshop stellen wir uns und unsere Begleitungspraxis vor. Zudem wird eine Person, die bereits einen Abbruch begleitet hat, von ihren Erfahrungen berichten. Wir freuen uns auf euch und angeregte Diskussionen.

11:00 – 17:00 Uhr: Korner- Straßenfest

Korner Gestalten

Ort: Kornstraße 155

Die Straßen denen die sie gestalten! Gegen Leerstand und für mehr Solidarische Orte in der Neustadt!
Letztes Jahr wurde die Kornstraße 155 für zweieinhalb Wochen besetzt. Als Korner Gestalten wollen wir das Haus jetzt kaufen und zum selbstverwalteten Nachbarschafts-Ort und günstigem Wohnraum machen. Dafür brauchts Direktkredite, aber vor allem auch Menschen die den Ort
beleben! Also kommt vorbei!

Straßenfest mit Flohmarkt, Waffeln, Siebdruck und Musik

14:00 – 17:00 Uhr: Pöbelworkshop – Sexismus verbal
entgegentreten
(FLINTA* only)

Feministischer Streik Bremen

Ort: Sielwallhaus (Sielwall 38)

Unangenehme Blicke, sexistische Kommentare & Catcalling, wir kennen es alle und haben keinen Bock mehr, uns ohnmächtig zu fühlen. In unserem Workshop geht es darum, einen eigenen Weg zu finden, mit Alltagssexismus und Belästigungen auf der Straße umzugehen und das Gefühl der Machtlosigkeit zu überwinden. Dazu üben wir gemeinsam in solchen Situationen die eigene Stimme und persönliche Strategien zu finden.

(FLINTA* = Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen)